Betuwe-Linie = Gefahrgut-Linie


 


 

Wir haben den gesamten Zugverkehr gefilmt und beispielhaft vier aufeinander folgende Tage vollständig ausgewertet. 


 

Das Ergebnis: 

Fast jeder 12. Waggon hat Gefahrgüter (erkennbar an oranger Kennzeichnung) geladen, 

jeder dritte aller Güterzüge fährt Gefahrgüter. 


 

Betrachtet man nur Güterzüge ohne Schüttgüter (Kohle), hat mindestens jeder zweite Zug besonders gekennzeichnetes Gefahrgut geladen.

 

Ergebnisse zum Download hier:

Ergebnisse der Zählung von Zügen aller Art und Gefahrgut-Waggons


 


 

So berichtet SAT 1 

http://www.sat1nrw.de/Aktuell/ Protest-gegen-Gefahrgutzuege/ 42d13159/


 


 

So berichtet die Rheinische Post

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dinslaken/betuwe-jeder-12-waggon-mit-gefahrgut-aid-1.4625562


 

 

Das Ergebnis ist keine Überraschung, denn die Gleis-Betreiber auf niederländischer Seite sagen ganz offen, dass 75 % Gefahrgüter auf dieser Strecke transportiert werden. Die Niederländer wollen noch mehr Gefahrgüter statt per LKW durch Ortschaften über die (in den Niederlanden gut gesicherte) Schiene transportieren und warten sehr dringend auf unseren Streckenausbau.


 

 


 

Kaum Kontrollen - Undurchsichtige Zuständigkeiten - sehen Sie sich diese ARD-Reportage an !


 

ARD - Reportage


 

Hintergrund unserer aufwändigen Aktion ist die unbefriedigende Resonanz auf unsere Proteste gegen zu geringen Lärmschutz und unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Die Verantwortlichen der Landesregierung und der Bezirksregierung nehmen uns Bürger nicht ernst. Die Gerichte verlangen vor einer Klage Fakten, die die Deutsche Bahn AG aber weder den Kommunen noch uns benennen will. Konkret geht es um die Menge der Züge, die Menge der Waggons und den Gefahrgut-Anteil.

 

Das Argument, der Bahn oder dem Bund fehle es an Geld, können wir nicht gelten lassen. Für Sicherheit und Lärmschutz bezahlen müssen die Transportunternehmen auf der Schiene, die diese Kosten über Ihre Frachtkosten an ihre Kunden weitergeben können. 


 

Gemeinsam mit der Stadt Voerde, der wir für die kooperative Zusammenarbeit und breite Unterstützung danken, fordern wir die Offenlegung der Zug-Daten, angemessenen Lärmschutz sowie Sicherheits-Vorkehrungen, so wie sie in den Niederlanden bereits gebaut sind.

 

Die Stadt Voerde muss gegenüber dem Bundesverkehrsministerium nachweisen, das Voerde außergewöhnlich hoch belastet ist (ein sogenanntes „Alleinstellungsmerkmal“ aufweist). Obwohl die Betuwe-Route in den Niederlanden als zentrale Gefahrgut-Strecke gebaut wurde und das Umweltbundesamt die Bedeutung für die chemische Industrie in NRW und Europa bestätigt, und obwohl die Betuwe-Linie das Nadelöhr in einer der europäischen Haupt-Trassen mit höchster Zugfrequenz ist, wird angezweifelt, dass diese Strecke bundesweit einmalig ist. 


 

Die mit Lärm und Risiko überbelasteten Kommunen (von Emmerich bis Oberhausen) müssen obendrein die Beweisführung  selbst erarbeiten - und bekommen keine nachprüfbaren Fakten durch den Verursacher.