Hochgeschwindigkeits-

 

Blockverdichtung

spätestens ab 2018

 

 

=   mehr Züge,

=   längere Züge,

=   schnellere Züge

auf den bestehenden zwei Gleisen ! 

=   mehr Lärm
=   mehr Risiko
=   kein neuer Lärmschutz
 
 

 

 

Das Bundesverkehrsministerium will das Planfeststellungsverfahren für die Blockverdichtung in die laufenden Verfahren integrieren, scheinbar auch rückwirkend. Das ist dreist, nicht gesetzeskonform und widerspricht dem Sinn und Zweck der Öffentlichkeitsbeteiligung. Voerde und Dinslaken sind schon offengelegt, ohne Berücksichtigung der Folgen einer Blockverdichtung.

 

Staatssekretär Odenwald behauptet: "Damit ist sichergestellt, dass schon mit Inbetriebnahme der Blockverdichtung die für den Gesamtausbau notwendigen Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden können". Wir sagen: Wer glaubt, dass die Bahn 10 Jahre lang wartet, bis die Lärmschutzwände endlich gebaut sind?

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums vom 18.12.2012 (Laufende Nummer 316 / 2012).                          

  http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2012/316-odenwald-betuwe.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%3Fgtp%3D36166_list%25253D7%23id99860        

 

 

Passend dazu fällte das Bundesverkehrsministerium  

am 8. März 2013 eine

Grundsatz-Entscheidung:
 
(scheinbar einfach so... mal eben...
und nur die Bahn berichtet...
)

 

Der deutsche Abschnitt

(Emmerich-Basel) des europäischen Güterverkehrs-korridors A (Rotterdam - Genua)  

soll bis spätestens 2018 vollständig mit dem europäischen Signalsystem "European Rail Traffic Management System" (ERMTS)  ausgerüstet werden,  

um Hochgeschwindigkeits-Blockverdichung zu ermöglichen. 

 

 

Quelle zum nachlesen: 

 

 

 

 

             http://www.bahnaktuell.net/?p=115587
 


ERTMS ermöglicht eine Erhöhung der Strecken-Kapazität und eine Verbesserung der "Service-qualität"  [für Güterzug-Bahngesellschaften] und führt damit zu einer Verdichtung des Verkehrs und mehr Lärmbelastung.
 

 

http://uic.org/spip.php? article418
http://www.uic.org/download. php/publication/510E.pdf

Da ERTMS auf Satelliten-Navigation GPS und Funktechniken basieren, wurden aktuell Forschungs- und Entwicklungs-Vorhaben eingeleitet, um die Anfälligkeit des Systems gegenüber vorsätzliche oder unbeabsichtige Störungen durch elektro-magnetische Wellen aus allen möglichen Quellen und Devices zu erkennen und das System zu härten. Scheinbar ist das System noch nicht ganz fehlerfrei - dann sind Unfälle ja vorprogrammiert.

Quelle: Bügergruppe für Lärmschutz an der Bahn, Ludwig Steiningerinfo@infoline-bahnlaerm.de

 

http://www.infoline-bahnlaerm.de  

 

 

 


 

Offiziell ist noch keine Blockverdichtung erfolgt, aber für uns Bürger gefühlt 

 

 ... schon heute spürbar !

 

Scheinbar sind zumindest phasenweise mehr Züge unterwegs als noch vor zwei Jahren, was an Meldungen wie dieser aus Nobember 2012 liegen könnte:  

 

 

Die Züge stapeln sich bereits an der niederländischen Grenze,  

weil aus Rotterdamm immer mehr Güter kommen, wir sind Nadelöhr:

 

Neue Strecke nach München aufgenommen - Kapazität ist weiter ausbaufähig. Europäsiche Bahngesellschaften verdienen gutes Geld - die Anwohner den Lärm! Ungerecht ist das.

 

 

 

 

 

Die Deutsche Bahn AG beschreibt es so* 

 

" ...Mit der Inbetriebnahme der niederländischen Betuwe-Linie hat der internationale Schienengüterverkehr auch auf der deutschen Anschlussstrecke von Emmerich nach Oberhausen stark zugenommen....   Vor dem Bau des dritten Gleises wird in einem ersten Schritt die Leit- und Sicherungstechnik durch den Einbau eines neuen Elektronischen Stellwerks (ESTW) modernisiert. Mit der so genannten Blockverdichtung – mit Hilfe weiterer, auf der Strecke aufgestellter Signale können mehr Züge in kürzeren Abständen hintereinander verkehren – wird ... die Streckenkapazität erhöht. ...  Im Rahmen der Blockverdichtung werden bereits erste Schallschutz-maßnahmen verwirklicht"

 

 

Hinter diesen blumigen Ausführungen verbirgt sich schon jetzt eine starke Zunahme der Lärmbelästigung für viele Tausend Anwohner in Voerde. Ende 2013 soll die maximale Kapazität erreicht werden. Von den "ersten" Schallschutzmaßnahmen ist in Voerde keine einzige zu sehen oder spüren. Noch 500 Meter vom Gleis entfernt ist die Belastung objektiv deutlich stärker geworden, vor allem auch in der Nacht. 

 

Auf Kosten der Gesundheit aller Anwohner macht die Bahn mehr Umsatz und gewinnt noch Zeit, das dritte Gleis später zu bauen  

(und damit Kosten weiter in die Zukunft zu schieben).  

 

 

 

 

* Quelle: Deutsche Bahn AG 

http://www.deutschebahn.com/de/konzern/bauen_bahn/aus_und_neubauprojekte/emmerich_oberhausen/emmerich_oberhausen.html